Ironie, verschwendet
Geschrieben von Stefan Foerster in
Menschliches
Samstag, 31. März 2012
An manche Menschen ist Ironie einfach verschwendet:
11:53 < sird> wenn hacker in dein netzwerk eindringen ist das eigentlich nie gefährlich
11:54 < axdrf> sag niemals nie
Daß der Typ plenkt passt wie die Faust auf das sprichwörtliche Auge
WTF... god?
Geschrieben von Stefan Foerster in
Menschliches
Donnerstag, 29. März 2012
Ich komm mit den Amis manchmal echt nicht klar:
22:25 < jbrks> cite, you are stupid to use god to explain things. not smart.
22:25 -!- jbrks [~online@modemcable192.189-178-173.mc.videotron.ca] has left ##linux []
Oder eher "s/Amis/religiösen Fanatikern/". WTF...
Conslutants: Eigen- und Fremdwahrnehmung
Geschrieben von Stefan Foerster in
Menschliches
Dienstag, 15. November 2011
Ich war heute in Nürnberg auf der DOAG-Konferenz. Ziemlich viele gute Vorträge (da ich ja kein echter DBA bin sitze ich nicht so viel in den DB-, sondern eher in den Infrastruktur-Vorträgen), aber einer war eine echte Niete. Ein Conslutant hat vorgestellt, wie er und seine Kollegen einem bekannten deutschen Unternehmen, das wir im folgenden mal die Firma GmbH nennen wollen, dabei geholfen haben, ein Migrationsprojekt abzuschließen, das selbige Firma nicht alleine auf die Reihe gekriegt hat. Und irgendwie ist mir trotz Diskussion mit dem Vortragenden im Anschluß an dessen Präsentation immer noch nicht klar, was eigentlich der Verdienst besagter Beratungsfirma war.
Die beschriebene Situation war folgende: Migration von einem 3-Node RAC-Cluster mit 10.1.x.y auf einen 4-Node RAC-Cluster mit 11.2.x.y. Migration von alter auf neue Storage. Bisserl Kleinkram hintendran (geänderte ETL-Prozesse für das Data Warehouse etc.), aber nix weltbewegendes dabei. Was war passiert? Die Firma GmbH wollte hochverfügbare Storage, die schnell ist. Also redundanter Betrieb, aber die Verfügbarkeit sollte nicht durch ASM-Mirroring erreicht werden, sondern eben von der Storage kommen. Dummerweise waren die Leute, die die Storage gekauft haben, anscheinend nicht auf der Höhe ihres Jobs und haben eine Storage gekauft, die weder hochverfügbar noch schnell, dafür aber teuer war. Ferner hatte monatelang keine in der Firma GmbH den Arsch in der Hose, den Fehler einzugestehen und die Geschäftsführung um Geld für eine neue Storage zu bitten - und diesmal mit dem Hersteller zu vereinbaren, das man das Ding erst abnimmt, wenn man nachgemessen hat, das es schnell ist.
Fremdwahrnehmung: Die Consulting-Bude kam an, hat die Projektleitung abgesägt, viel Geld für eine neue, schnelle Storage ausgegeben, die vorhandene Storage für teueres Geld erweitert und die fehlenden HA-Features via teurem SAN-Virtualisierer nachgerüstet, womit das Ding dann schneller wurde, als man es jemals benötigt hat. Die IT'ler haben paar Nachtschichten geschoben (so what?). Und am Ende haben sie nach Stundensatz abgerechnet.
Eigenwahrnehmung: Die Consulting-Bude kam an und hat die bestehende Projektleitung bei der Ausarbeitung eines Notfallplans unterstützt. Im ersten Schritt wurde ein neuer Storage-Partner an Bord geholt, von dem man schnelle Storage sehen wollte - unter der Bedingung, daß man die alte Storage weiterverwenden kann. Ferner hat sie mit modersten Methoden des Projektmanagements die noch zu erledigenden Arbeiten parallelisiert (z.B. wurde der RAC-Cluster parallel zur Anschaffung der neuen Storage eingerichtet). Man hat klar kommuniziert und die bestehende Projektleitung hat die Führung des Projekts an die Conslutants abgegeben. Der Storage-Partner hat selbstlos zwei extrem schnelle Storages zur Verfügung gestellt, um die Migration zu beschleunigen, weil die Firma GmbH ihm auf Anraten der Consluting-Firma den SAN-Virtualisierer abgekauft hat. Selbiger Virtualisierer hat ermöglicht, daß man die bestehende Storage mitbenutzen kann (das waren ursprünglich zwei getrennte Systeme, die man dann zu einem zusammengefasst hat, um die Performance hinzubekommen - na ja, fast hinzubekommen, man musste da nochmal nachkaufen). Die Migration konnte durchgeführt werden, woraufhin die Geschäftsleitung der Firma GmbH, die toll mit den Conslutants zusammengearbeitet hat, sich dazu entschlossen hat, dem Storage-Partner noch eine der schnellen Storages abzukaufen (was für letzteren bestimmt total überraschend war!). Das ganze war nur durch die langjährige Erfahrung der Berater möglich - und durch den selbstlosen Einsatz der Mitarbeiter. Die Firma GmbH ist heute Referenzkunde bei besagtem Beratungsdienstleister.
WTF?
Wie wahr...
Geschrieben von Stefan Foerster in
Menschliches
Sonntag, 4. September 2011
Recht hat er
Und Gottseidank isses bei uns ruhiger.
Update: Scheinen viele so zu sehen:
Dieser verblödete Vampir-Hype
Geschrieben von Stefan Foerster in
Menschliches
Sonntag, 20. Dezember 2009
Tja. Ich habe noch selten erlebt, daß „WTF” alle meine Gedanken so gut beschreibt. Neben dem Tisch mit Fantasy- und ScFi-Literatur war da jetzt noch ein neuer Tisch - voller Vampirromane. Und damit nicht genug, es gibt nicht nur Bücher über sowas zu kaufen, nein, da hingen an der Wand auch Kalender (sic!), auf denen Zeichnungen zu sehen waren, die ich irgendwo zwischen Gothic, Folter und Hardcore-BDSM (mit ausgeprägtem Blut-Fetisch) einordnen würde. Da gibt es dann z.B. eine Special-Edition-Box der New Moon-Reihe, in den Farben schwarz, schwarz, rot, schwarz, weiß und schwarz. Auf Englisch. Nun hat unser kleiner Rauschgoldengel ja leider auch so einen ausnehmend neben der Spur liegenden Geschmack, so daß ich diese Reihe - wenigstens als Einzelbücher - im englischen Originaltitel zumindest vom sehen her schon kannte. Und da Madame manchmal leichte Probleme mit der englsichen Sprache hat, durfte ich auch schon des öfteren mal ein paar Seiten dieser Bücher lesen (und übersetzen). Mal abgesehen davon, was man von Stephenie Meyers' Schreibstil halten mag: Was für ein Frauenbild ist das da eigentlich in diesem Buch? Verstehen sich Frauen im 21. Jahrhundert wirklich so? Kochen, Aufräumen, Haushalt, Mann anschmachten, Kinder kriegen? Ich dachte zuerst, ich hätte vielleicht nur ein paar wenige, nicht repräsentative Stellen beim Übersetzen erwischt, aber da mich die selben beiden „Weibsbilder”, mit denen dieses Posting angefangen hat, in den Kinofilm (den ersten!) geschleift haben, ist mir klar, daß ich mich nicht geirrt habe. Und das interessante ist, daß die Frauen das alles anscheinend total ausblenden können: In der Firma habe ich meine Argumente mal gegenüber zwei Kolleginnen angebracht, die von ebenjener Buch-/Filmreihe schwärmten, und was war die Antwort: „Das ist halt ein Frauenfilm!” So ein Käse. „Sex And The City” ist eine Frauenserie, aber die Frauen da kochen auch nicht die ganze Zeit (oder machen Haushalt und kriegen Kinder. Schwanger dagegen werden zwei dagegen glaube ich schon)!
Es geht aber immer noch schlimmer. Unser Rauschgoldengelchen hat eine neue Autorin angeschleppt, auch Vampirromane. Jennifer Armintrout. Und ich Trottel hab natürlich aus Neugier mal ein paar Seiten angelesen. Meine Güte. Das ist wirklich eine Zumutung. Man fühlt sich beim Lesen wie bei einer Lobotomie - bei vollem Bewusstsein. Oder als würden einem jemand mit einer stumpfen Rasierklinge Schicht für Schicht das Gehirn abtragen. Und welche Antwort kriegt man, wenn man mal vorsichtig nachfragt: „Das Buch ist aber doch toll, das hat alles, das ist spannend, sexy und romantisch.” Meine Fresse. Ich würde hier gerne mal ein oder zwei Abschnitte zitieren, befürchte aber, daß dieses Blog dann nicht mehr jugendfrei wäre.
Tja. Und jetzt steht hängen BDSM-Kalender im Buchladen, und es hat einen ganzen Grabbeltisch voller Vampirliteratur. Was soll man dazu sagen? Mich nervts. Vor allem, wenn Amazon anfängt, einem Vampirbücher zu empfehlen. Weil man sich mal was von Kathy Reichs gekauft hat. Ist klar.
Schaut nächste Woche wieder rein, dann lästere ich über „All-Age-Fantasy”. Oder vielleicht auch nicht. Da ist ja Weihnachten. Gerade laufen die „4 Non Blondes”. Ich frage mich, was die zum derzeitigen Vampirroman-Hype gesagt hätten.





